In Ronjas Klasse taucht ein neuer Schüler auf – vielmehr er rollt im Rollstuhl rein. Klassenlehrerin Drakow will kein großes Ding draus machen, doch irgendwie ist Anders mit seinem schwedischen Namen doch anders. Er will kein Aufsehen erregen. Und wirkt Ronja gegenüber zwar still, aber verständnisvoll, was ihr sehr gut tut. Denn sie steckt in einem Chaos. Sie erfährt, dass sich ihre Eltern trennen wollen und wird auch schon zum neuen Freund der Mutter eingeladen. Dort erwarten sie zwei nervige Kinder, und Mutter benimmt sich auch irgendwie komisch. Für Ronja bricht eine Welt zusammen, zumal das mit dem Freund anscheinend schon länger „läuft.“ Sie hat nichts mitbekommen, will einfach nur, dass es wieder wie früher wird mit Papa und Mama und ihr. Da ist es gut, dass sie mit Anders abhängen kann – wenn er mit seinem Rollstuhl in den Aufzug passt. Ansonsten treffen sie sich eben abends im Garten und machen ein Feuerchen (was nicht allen gefällt).
In der Schule wird das Theaterstück „Hänsel und Gretel“ aufgeführt, in dem neben lebendigen Bäumen auch Anders auftreten (nein rollen) soll. Es ergeben sich skurile Szenen. Und bei der Generalprobe geht alles so richtig schief…
Eine Geschichte, die sich im Nu liest, denn sie ist spannend und witzig geschrieben und beschreibt empathisch die Schwierigkeiten, die in vielen Familien auftauchen. Und Kinder erfahren auch, wie Inklusion gelebt werden kann. Ein wichtiges Buch, das Kids sicher mit viel Lust in einem Rutsch lesen werden.
