Lesewelt Ortenau e.V.
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Buchtipps für Jugendliche ab 11 Jahre

Warum nur heiße ich Erna?

Ein bescheuerter Name, findet Erna, obwohl ihn Mutter Annette immer interessant reden will. Überhaupt haben Ernas Eltern eigenartige Ansichten. Sie wohnen mit lauter anderen Leuten in einem Gemeinschaftswohnprojekt, wo man nicht zeigen darf, dass man mehr Geld hat als die anderen. Nur gut, dass Ernas Eltern eher weniger Geld haben. Da muss sie schon mal Hunde und Kinder sitten. Dafür essen sie aber sehr gesund, Erna wäre es umgekehrt manchmal lieber…
Ernas Hobby (muss man ja haben) ist es, Wörter in ihrem neuen etymologischen Wörterbuch nachzuschlagen, und Ungerechtigkeit kann sie gar nicht leiden. Dafür muss sie in der Gemeinschaftsschule (hat die mit „gemein“ zu tun?),  manches einstecken. Doch sie gibt nicht auf!

Ein super geschriebenes Buch über diverse Lebenswahrheiten, Erwachsene, die nie etwas genau wissen und ein Mädchen, das sich durchkämpft.

 

 “Erna und die drei Wahrheiten“  

von Anke Stelling, ab etwa 11 Jahren

 

cbt Kinder- und Jugendbuchverlag, 235 S., geb., € 12,99 (D), ISBN 978-3-570-16458-7

Jacksons Hut

Megan muss ins Krankenhaus, in die Kinderstation. Allein das ist schon furchtbar. Denn sie ist ja kein Kind mehr. Und der Tumor in ihrem Kopf ist noch viel schlimmer. Sie will mit niemandem reden. Ihre Freundinnen kommen auch nicht, um sie zu besuchen. Damit hat Jackson also recht, der große freche Junge mit dem Hut, der sich hier ebenso fehl am Platz fühlt wie sie. Er will Musiker werden und rebelliert gegen jede Ordnung. Doch mit seiner einfühlsamen Art gelingt es ihm, Megan abzulenken und zum Staunen zu bringen. Als für beide die entscheidende OP naht, können sie sich gegenseitig Hilfe geben.

Eine wunderbar unsentimental erzählte Geschichte von zwei jungen Menschen, die sich ohne ihre Krankeit nie begegnet wären und ihre Empfindungen und erste Liebe teilen. Doch das Leben hat nicht für beide ein happy end geplant...

 

„Heller als ein Stern“

von Celia Bryce, für Jugendliche ab etwa 14 Jahren

 

bloomoon Verlag/arsEdition, geb., 224 S., € 12,99 (D), ISBN 978-3-7607-9940-7

Die geheimnisvolle Linde

Jonas zieht mit seinem Vater zu Oma aufs Land. Doch als Stadtkind ist es ihm dort mehr als langweilig. Er streunt umher, um alte Gemäuer  zu erkunden und lernt dabei die blinde Lara kennen. Lara kennt sich erstaunlich gut aus und erzählt ihm Geschichten über ihr Dorf. So erfährt er viel darüber, wie die Menschen im Mittelalter hier lebten, über den Gerichtsplatz, den Fronboten und die wohltätige Heidelind. Er erlernt die Brailleschrift, mit der sich Nichtsehende austauschen können. Und er kommt endlich wieder mit seinem Vater ins Gespräch, der sich seit Mutters Tod nur noch in seine Arbeit vergraben hat.

Eine schöne erzählte Geschichte über zwei Außenseiter, die zusammen die Vergangenheit entdecken und gemeinsam wieder in der Gegenwart ankommen.

 

„Jonas und die Traumlinde“

von Sarina M. Lesinski, für Kinder ab etwa 10 Jahren

 

Fabuloso Verlag, 122 Seiten, broschiert, € 9,80 (D), ISBN 978-3-935912-82-2

Cally und Sam
Was nützen Wörter, wenn keiner zuhört? Genau das passiert Cally, und da beschließt sie, einfach nicht mehr zu sprechen. Und dass sie ihre verstorbene Mutter im roten Regenmantel sieht, glaubt ihr sowie keiner, nicht mal ihr Vater. Nur Sam, der Nachbarsjunge, obwohl er weder sehen noch hören kann. Er versteht mit seinem Herzen, und das ist leider sehr krank. Schnell verständigen sie sich, in dem sie sich Wörter in die Hand tippen. Und dann taucht dieser große graue Hund auf, der Cally einfach nicht von der Seite weicht.
Eine wunderbar erzählte Geschichte über Verlust und Schmerz, über Familie, Liebe und wahre Freundschaft, die über vieles hinweghilft.

 

„Ein Geschenk aus dem Himmel“

von Sarah Lean und Alexandra Ernst (Übersetzung), für Kinder ab etwa 10 Jahren


Verlag Planet Girl/Thienemann, geb., 188 S., € 9,95 (D), ISBN 978-3-522-50335-8


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